Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede:  Beobachtungskanzel in Ummeln montiert, 01.10.1981

 

Beobachtungskanzel in Ummeln montiert, 01.10.1981

Beobachtungskanzel in Ummeln montiert, 23 Exemplare werden in Bielefeld gebaut

Bielefeld - Brackwede  I (Kle). Der Ausbau der Justizvollzugsanstalt Bielefeld - Brackwede  I  in Ummeln zu einer speziell gesicherten Haftanstalt für Verurteilte aus der Terroristenszene macht Fortschritte. Die erste Beobachtungskanzel wurde inzwischen auf der dafür total umgebauten Gefängnismauer installiert.

Insgesamt 23 solche Kanzeln, die speziell für den Einbau in Haftanstalten mit Hochsicherheitstrakten entwickelt wurden, hat das Land Nordrhein - Westfalen bei einer Bielefelder Firma für seine Justizvollzugsanstalten in Bielefeld, Düsseldorf, Köln, Bochum und Wuppertal bestellt. Sie bestehen aus schußsicheren Materialien und haben Schießscharten für Maschinenwaffen. Eine Beobachtungskanzel soll 440 000 Mark kosten, nicht eingerechnet die notwendigen Umbauten für die Halterung und der Anschluss an die Versorgungsleitungen. In der Einrichtung in Bielefeld - Brackwede  I, die bis zum Jahresende insgesamt vier solche Oktaeder bekommen soll, waren dafür umfangreiche Änderungen notwendig. Die Anstalt, die vor wenigen Jahren extra mit einer abgerundeten Mauer ohne Winkel errichtet worden war, mußte plötzlich Ecken für die Montage der Kanzeln bekommen. An den Baustellen wurden während der Bauzeit provisorische Zwischenmauern gezogen, damit keiner der Inhaftierten und Untersuchungsgefangenen durch die kurzzeitig entstehende Lücke das Weite suchen konnte.

Neue Westfälische  am  01.07.1981


 

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