Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede:  Frauenhaus hilft Frauennotruf, 06.02.2004

 

Frauenhaus hilft Frauennotruf, 06.02.2004

Frauenhaus hilft Frauennotruf
Sommerfest in der Justizvollzugsanstalt Brackwede 1

Brackwede (blue).

Abwechslung zum grauen Alltag gab es jetzt für Frauen im Frauenhaus der Justizvollzugsanstalt Brackwede l: Zum zweiten Mal wurde ein Sommerfest veranstaltet, diesmal unter dem Motto „Frauen helfen Frauen".

Nachdem vor zwei Jahren bei der ersten Auflage die Umgestaltung des Freiganghofes in einen ansehnlichen Garten gefeiert wurde, wurde das diesjährige Fest für den Frauennotruf veranstaltet. Dabei sammelten auch die inhaftierten Frauen einige Euro, um mit dieser Spende das Engagement von Matthias Blomeier zu unterstützen.

Der Pfarrer der evangelischen Markus-Kirchengemeinde hatte schon beim Hermannslauf für den Frauennotruf in Bielefeld gesammelt und konnte bereits 8.800 Euro überreichen. Die Spende der 92 Gefangenen war als kleines Dankeschön für Matthias Blomeier gedacht, der wie schon vor zwei Jahren wieder kostenlos mit der Band „Beatbox" Hits aus den 60er- und 70er-Jahren präsentierte.

„Hier bei uns passiert aus verständlichen Gründen nicht viel", sagte Vollzugssachbearbeiterin Elke Holtmann. „Deshalb ist ein Sommerfest mit Musik, Getränken, Bratwurst und Reibekuchen schon etwas besonderes." Neben den gefangenen Frauen und den Bediensteten waren ehren-amtliche Helfer, zum Beispiel vom Haus Nordpark und vom Kreis 74 zu dem Fest eingeladen.

Elke Holtmann machte dabei auch auf das Dilemma des JVA-Frauenhauses in Brackwede aufmerksam: „Wir haben 92 Gefangene; aber nur 65 Haftplätze. Zudem leiden wir unter Arbeitsmangel." Die Frauen würden in der eigenen Flickschneiderei und im Garten arbeiten, so Holtmann.

Weitere Abwechslung verspricht aber Robert Dammann, Leiter der Justizvollzugsanstalt I: „Wir haben beschlossen, dass das Sommerfest im Frauenhaus ab jetzt jährlich stattfinden wird."


 

Druckvorschau in neuem Fenster öffnen   zum Seitenanfang gehen