Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede:  Häftling nimmt sich das Leben

 

Häftling nimmt sich das Leben

Bielefeld/Paderborn (WB/ca). In der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede I hat sich in der Nacht zum Montag ein 43 Jahre alter Häftling aus Paderborn das Leben genommen. »Der Mann war alleine in der Zelle. Andere Häftlinge können nicht beteiligt gewesen sein«, sagte der stellvertretende JVA-Leiter Oliver Burlage.

Vollzugsbeamte fanden den Mann erhängt am Fensterkreuz, als sie ihm gestern um 6 Uhr das Frühstück bringen wollten. In einem Abschiedsbrief soll der Häftling Perspektivlosigkeit als Motiv genannt haben. Der 43-jährige Russlanddeutsche hatte seit sechs Monaten in Untersuchungshaft gesessen und war Anfang Mai in Paderborn wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels zu 15 Monaten Haft verurteilt worden. »Ich kann das nicht fassen«, sagte Rechtsanwalt Stefan Schröder (Bielefeld). »Mein Mandant hatte beinahe die Hälfte der Haft hinter sich! Wir wollten in dieser Woche über den Antrag auf vorzeitige Entlassung sprechen!« Möglicherweise hat die Heroinsucht des Häftlings zu einer Kurzschlusshandlung geführt.

Artikel vom 03.06.2008

 


 

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